Der Weg in die Seele ist das wichtigste auf der Welt!

 

Der Weg in die Seele!

 

Der Weg in die Seele ist für mich das wichtigste in meinem Leben, denn es handelt sich um das Ankommen in meinem Innersten. In meinem ICH. Und dieses Innerste ist meine Seele. GOTT

Am Anfang meines Lebens wurde diese meine Seele in den von meinen Eltern gezeugte Leib hineingelegt. Wie eine unbeschriebene Tafel, wie der hl. Johannes vom Kreuz es nennt. Die Seele, die niemand nach physikalischen oder chemischen oder biologischen Formeln suchen, finden, wiegen oder messen kann. Aber sie ist da, IN MEINEM Leib. Und sie wirkt in meinen Leib hinein. Wenn ich ihren Ursprung betrachte, dann staune ich sehr, weil GOTT doch die Liebe ist, wie es im 1 Joh 4,8 heißt. Also ist meine Seele aus der größten, reinsten, schönsten LIEBE hervorgekommen, die es gibt: GOTT – MEIN VATER

So fehlte mir am Anfang meines Lebens nichts, es gab kein Defizit. Meine Liebe war 100% erfüllt, meine Hoffnung – d.h. mein Überzeugtsein meines Geliebtseins – war 100% und mein Glaube – d.h. mein Vertrauen, mein mich in die Liebe überlassen – war 100% da. Wir können sagen, dass meine Vernunft, mein Gedächtnis und mein Wille noch gar nicht entwickelt waren, wir noch gar nicht reden konnten, wir die ganzen Fertigkeiten beherrschen, wie wir in der Schule lernen werden. Ja das stimmt. Meine Seele lebt aber und ist bereits 100% entwickelt, weil sie aus der vollkommenen Liebe genommen wurde. Was sich jetzt entfalten soll, ist das vollständige Durchdringen von Seele und Leib. Bitte beobachten sie ein neugeborenes Baby. Wenn es ausgeschlafen, gewickelt und gestillt ist, was macht das Baby dann? Womit beschäftigt es sich dann? Macht es irgendetwas, was wir den ganzen Tag tuen? Sorgen, arbeiten, telefonieren, chatten, lernen, spielen, usw… . Nein! Das Baby ist ganz zufrieden. Es vermisst nichts, es hat keinen Stress. Es ist in der LIEBE. Es ist ganz im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Die Seele ist ruhig, und kann die ganze Ruhe auf den Leib ausstrahlen, und der Leib ist ganz ausgeglichen.

Nun geschieht es im Säuglingsalter, im Kindesalter, dass die Seele des Kindes in Schrecken gesetzt wird, dass muss überhaupt nicht absichtlich geschehen, da reicht schon ein Besuch im Krankenhaus und das Kind bekommt Angst vor der Spritze. Das fühlt die Seele und speichert es, noch schlimmer: Durch dieses Erschrecken fühlt sich das Kind nicht mehr 100% geliebt, sodass das Vertrauen und die Hoffnung gemindert werden, denn dadurch fühlt das Kind sich ja nicht mehr ganz geliebt und kann sich nicht mehr ganz überlassen. Jedes Mal, wenn es ins Krankenhaus muss, dann wird es Angst vor der Spritze haben. Dies ist ein kleines Beispiel und dennoch zeigt es, wie sich alles, was ich erlebe, auf die Seele auswirkt und, wie es das ganze spätere Leben prägt. Wenn Kinder, weil sie bestraft werden, in den Keller eingesperrt werden, tragen ein Leben lang die Folgen. Wie? Das Kind wird in dem Moment des Eingesperrtseins nicht Liebe fühlen können, nicht die Überzeugung haben, geliebt zu sein, nicht das Vertrauen haben, die Eltern lieben mich, sodass eine Verhaltensweise eingeübt wird, indem der Verstand, das Gedächtnis und der Wille die Leitung des Lebens übernehmen und nicht mehr Liebe, Hoffnung und Vertrauen. Dieses Erlebnis speichert das Gedächtnis und versucht nun entschlossen mit Hilfe des Willens und der Vernunft alle Möglichkeiten zu suchen, diese Situation zu vermeiden, um nicht mehr diese Angst zu fühlen. Die Angst aber, hat sich in meine Seele eingenistet.

Der Weg in die Seele besteht darin, diese Schäden und ihre weitreichenden Folgen zu erkennen und die nötigen Schritte zu gehen. Papst Benedikt schreibt das so in seinem Jesus Buch Bd 1 S.193: „Schuld muss aufgearbeitet, geheilt und so überwunden werden. Vergebung kostet etwas – zuerst den, der vergibt. Er muss in sich das ihm geschehene Böse überwinden, es inwendig gleichsam verbrennen und darin sich selbst erneuern, so dass er dann auch den anderen, den Schuldigen, in diesen Prozess der Verwandlung, der inneren Reinigungen hineinnimmt und sie beide durch das Durchleiden und Überwinden des Bösen neu werden.“