Einkehrtage

Liebe Freunde der Einkehrtage im Kloster Sittard, liebe interessierten Brüder und Schwestern,
leider halte ich seit Juni 2018 im Besinnungshaus Regina Carmeli keine Einkehrtage mehr. Bisher habe ich mich öffentlich nicht dazu geäußert, da ich immer noch hoffte, dass durch eine lebendige Kommunikation, sich die Situation ändern würde. Da dies aber nicht der Fall ist, will ich mit dieser Stellungnahme Klarheit geben, um Unsicherheiten und Unwahrheiten, die nun mehr und mehr in die Öffentlichkeit kommen, entgegen zu wirken.
Mir wurde sowohl durch die Leitung des Besinnungshauses als auch durch einen örtlichen Geistlichen vorgeworfen, dass ich durch Äußerungen Zwietracht säe unter den Gläubigen. Deshalb wurden mir Richtlinien gegeben, was ich zu tun beziehungsweise zu lassen habe. Die Verursacher dieser Meinung waren offenbar Menschen, die immer wieder zu den Einkehrtagen kamen und an verschiedene Stellen weitertrugen, dass meine Lehre feindlich sei gegen bestimmte geistliche Bewegungen und Gemeinschaften (wieso kamen sie zu diesen Tagen, wo jeder frei ist zu kommen oder wegzubleiben?). Sie fühlten sich wohl persönlich angegriffen, was nie meine Absicht war, suchten aber nicht den Weg des offenen Gespräches, sondern das Gerede hinter dem Rücken und so wurden sie Auslöser der Zwietracht, die mir nun vorgeworfen wird. Was ich gesagt habe, kann auf meiner Homepage nachgehört werden und ist durch vielfältige Zitate der Bibel, der beiden Päpste und von Kirchenvätern belegt. Was ich gesagt habe, habe ich als Hirte der Brüder und Schwestern gesagt, die bewusst den urchristlichen Weg des Vertrauens in die Vaterliebe gehen und um immer tiefer in diese Liebe hineinzuwachsen und aus ihr zu leben, die Sünde und das Böse meiden. Meine Hinweise, wo kirchliche Autoritäten den Beginn der Sünde sehen, war nie als Angriff auf irgendjemand gedacht, sondern eine Einladung, alltägliche Gedanken und Handlungen und geistliche Praktiken zu meiden, die uns nicht in die Liebe und das Vertrauen, sondern in Verhärtung und Misstrauen führen. Genau durch solch ein Misstrauen durch einige wenige Gläubige, die dadurch meinten, der Kirche und Gott einen Gefallen zu tun, wandelte sich die Atmosphäre im Besinnungshaus gegenüber meiner Person und meiner Lehre. Und wo wir zunächst sehr willkommen waren und uns wohlfühlten wurden wir nun misstrauisch beäugt und kontrolliert. Deshalb musste ich aus Sorge um die mir Anvertrauten die Einkehrtage absagen. Es macht mich sehr traurig, dass durch das misstrauische Empfinden einiger Weniger es zu diesen Bruch gekommen ist und eine weitere Fortführung der Tage dadurch unmöglich ist. Habe ich mich denn getäuscht als ich annahm, dass die Spiritualität des Sittarder Karmels der Weg der Liebe und des Vertrauens, des täglichen geistigen Kampfes gegen das Böse ist?
Ich bedanke mich von ganzem Herzen für die langjährige wohlwollende Aufnahme im Kloster und setze nun mit Wehmut einen endgültigen Strich unter dieses so traurig endende Kapitel.
Menschen, die ehrlichen Herzens den freude- und lebenspendenden Weg der Liebe und des Nichtsündigens mit mir und allen, die der Liebe des Vaters trauen, weitergehen wollen, wenden sich bitte an mich, um mehr Informationen zu erhalten.